About last Sunday – Triberg

Triberg ist wohl vor allem durch eines bekannt – den Triberger Wasserfällen. Deutschlands höchste Wasserfälle sind ein Touristenmagnet und vielen ein Begriff. Triberg ist aber noch viel mehr, als der Ort an den Wasserfällen. Die Stadt liegt an der Deutschen Uhrenstraße und beherbergt auch das Schwarzwaldmuseum.

Eher zufällig stieß ich dann auf den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad. Anders gesagt, ich habe eine Tour geplant und vor Ort ist mir bewusst geworden, dass sich diese mit einem Abschnitt des Erlebnispfades deckt.

sdr

Der Start war am Bahnhof Triberg geplant. Hier sahen wir gleich das Schild, welches uns darauf hinwies, dass wir uns auf dem genannten Pfad befanden. Also liefen wir den kleinen Weg neben den Bahnschienen in Richtung Tunnel.

cof

Recht schnell zweigte der Weg aber ab und wir wurden daran erinnert, dass erst vor Kurzem ein Sturm über Deutschland fegte und auch im Schwarzwald seine Spuren hinterlassen hatte. Es sollte nicht das letzte Mal an diesem Tag gewesen sein, dass wir über umgestürzte Bäume klettern mussten.

Nachdem wir an einem kleinen Wasserfall vorbei kamen, ging es wieder leicht bergauf. Entlang des Weges sind immer wieder Tafeln, welche einem verschiedene Informationen geben. Diese sind so geschrieben, dass sie auch für die kleineren interessant sind.

Nach circa 1,95 Kilometern waren wir an Station 2 – Tunnelbau angelangt. Hier kann man fast direkt an die Schienen, sich hinsetzen und über den Tunnelbau informieren. Unterhalb der Station ist ein weiterer kleiner Wasserfall.

Bevor wir den Pfad fortsetzen konnten, mussten wir wieder ein Stück zurückgehen. Der Weg geht dann zügig bergab und mündet in einer Senke. Hier befindet sich der Eble-Uhren-Park mit der größten Kuckucksuhr der Welt.

sdr

Wir passieren diese und setzen unsere Tour fort, vorbei an einem verlassenen Hotel. Es lässt uns kurz innehalten, an vergangene Zeiten denken. Diese Überbleibsel aus vergangen Zeiten faszinieren uns. Man fragt sich, was wohl die Geschichte dieses Hauses war.

Da wir aber noch einiges an Strecke vor uns haben, machen wir uns auf, den nächsten Berg zu erklimmen. Der Weg führt hinter dem Hotel in Serpentinen nach oben und mündet schließlich an Station 3. Da wir recht weit oben sind, ist die Aussicht wunderbar.

Nach einer informativen Pause gehen wir weiter in Richtung Vierbahnenblick, der Station 4.

An Station 4, für viele wahrscheinlich das Highlight, finden wir eine Plattform, welche über den exponierten Felsen herausragt.

sdr

Die Rundumsicht ist herrlich. Von hier aus kann man die Schwarzwaldbahn an vier verschiedenen Stellen sehen. Es ist aber nicht nur der Blick auf die Bahn, was uns innehalten lässt. Der Duft des Schwarzwaldes steigt uns in die Nase, eine leichte Brise weht und wir können uns kaum losreißen, weiter zu gehen.

Die nächste Station finden wir am Gremmelsbacher Tunnel. Hier steht die sinnliche Wahrnehmung im Mittelpunkt. Wir haben das Glück, dass wir hier eine Bahn passieren sehen. Kurz darauf wenden wir uns ab und peilen schon die nächste Steigung an.

Oben angekommen finden wir an Station 6 einen weiteren Aussichtspunkt. Dieser ist noch höher gelegen, als an Station 4 und bietet einen anderen Betrachtungswinkel.

Ein paar Meter weiter, etwas oberhalb des Weges, finden wir eine Räuberhöhle. Einer Sage nach hielten sich hier früher einmal drei Räuber auf, die einen Zug der Schwarzwaldbahn überfallen wollten.

Wir wollen es uns weder in der Höhle gemütlich machen, noch einen Zug überfallen und folgen weiter dem Waldweg. Als wir aus dem Wald treten, eröffnet sich uns ein Ausblick über Triberg. Für uns ein kleiner Höhepunkt. Mit dem Schnee, welcher noch liegt, bietet sich uns hier eine schöne Stimmung.

cof

Die tolle Aussicht vor Augen, steigen wir in Richtung Triberg ab. Wir beeilen uns aber, da wir noch ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte ergattern wollen. 😊

In Triberg angekommen bemerken wir, dass die Luft miserabel ist. Fast schlimmer als im „Feinstaub-Stuttgart“. Mag sein, dass es nicht immer so ist, aber es war nach der wunderbaren Luft im Wald, doch auffallend. Da wir am Bahnhof parkten, nahmen wir das Auto um noch einen kurzen Abstecher an den Wasserfällen zu machen. Wenn man in Triberg ist, sollte man dies auf jeden Fall mitnehmen.

Auch unsere Schwarzwälder Kirschtorte bekamen wir noch. Ein Tipp am Rande – im Hotel Ketterer sind die Torten und Kuchen wirklich köstlich. Wenn ich in Triberg bin, schaue ich hier immer gerne vorbei.

Abschließend kann ich sagen, die Tour ist nicht nur für Eisenbahnfans ein Highlight. Meiner Meinung nach erlebt man hier auch ein Stück Geschichte, nicht zu vergessen die ganz besondere Stimmung des Schwarzwaldes. Man kann den Pfad auch gut mit der „Jugend“ gehen, die werden sich an den Bahnen und Stationen erfreuen. So wie wir gelaufen sind, hatte die Runde eine Länge von 6,73 Kilometern. Reine Laufzeit war bei uns 1 Stunde 40 Minuten. Mit Fotos machen und Lesen an den Stationen sollte man aber deutlich mehr Zeit einplanen. Uns hat es wirklich Spaß gemacht!

Eine ganz andere Art Wasserfälle haben wir in Bayern gesehen. Die Kuhfluchtwasserfälle .

 

 

 

 

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